Reise

Hotel Schwarz­schmied in Südtirol

20. September 2022
Schwarzschmied Südtirol

Schon seit langem stand Südtirol ganz oben auf meiner Bucket-List. In diesem Sommer war ich endlich da. Und das gleich zwei Mal! Im Juni hatten wir zwei herrliche Tage im Feuerstein (davon werde ich bald berichten). Und im Juli ging es dann ins wunderschöne Yoga- und Designhotel Schwarzschmied in Südtirol.

Kein Kinderhotel, aber sehr familienfreundlich

Da das Schwarzschmied kein ausgewiesenes Kinderhotel ist, war ich erst etwas skeptisch, ob das mit unseren beiden kleinen Energiebündeln eine gute Idee ist. Schließlich ist ein Yogahotel ja meist ein Ort der Ruhe und Entschleunigung. Aber alle dort waren so wahnsinnig kinderfreundlich und verständnisvoll, dass wir uns rundum willkommen und wohl fühlten. Und: Es waren sogar sehr viele Familien mit Kleinkindern und Babys da, die den Tag im Pool genossen und abends beim Essen für gelöste Stimmung sorgten.

Schwarzschmied: Südtiroler Oase der Ruhe

Das Schwarzschmied liegt inmitten der Weinberge und Obstgärten Lanas, einem süßen Südtiroler Städtchen nahe Meran. Vom Garten, Pool und Restaurant aus habt ihr einen beeindruckenden Blick auf die Kreuzkirche, in der übrigens die größte Glocke Südtirols hängt. Das Vier-Sterne-Haus ist ein familiengeführtes Hotel – vermutlich mit ein Grund, weshalb es hier so persönlich und gemütlich zugeht. Entwickelt hat es Hotelier Klaus Dissertori gemeinsam mit seiner Mutter Sieglinde.

Sowie wir das Hotel zum ersten Mal betraten, waren wir sofort tiefenentspannt. Vogelgezwitscher und der unbeschreibliche Duft verschiedenster Früchte und Kräuter aus dem 1000 Quadratmeter großen Schwarzbauerngarten ließen alle Anspannung der langen Autofahrt von uns abfallen. Das Schwarzschmied in Südtirol verführt eben alle Sinne und kombiniert stilvoll ganzheitliche Wellness mit anspruchsvollem Design, inspirierender Kunst und lokaler Slow-Food-Küche.

Körper & Seele im Einklang

Der Fokus liegt im Schwarzschmied auf Yoga und Wellness. Täglich gibt es im Yogaraum zwei Unterrichtseinheiten verschiedener Yogarichtungen. Wer es mit kleinen Kinder nicht regelmäßig zu festen Zeiten zum Yoga schafft, findet eine Yogamatte fürs individuelle Training auf dem Zimmer. Immerhin waren wir alle vier beim Kinderyoga, das Donnerstagnachmittag angeboten wurde. Es war sehr süß gemacht, aber leider nichts für unsere Mäuse. Die Kleine hat lieber den ganzen Raum erkundet, der Große aus den Yogablöcken einen Turm gebaut. Vielleicht das nächste Mal, wenn die Kinder größer sind. Übrigens könnt ihr auch ganze Yoga-Retreats im Schwarzschmied buchen. Das nächste findet im Oktober statt. Vielleicht mal eine ganz gute Idee, ohne Kinder zu fahren und ganz bewusst Yoga zu machen.

Und danach? Im 1000 Quadratmeter großen Spa-Bereich entspannen – mit Indoor-Pool, Dampfbad, Saunen und Ruhebereichen. Und dabei stets dank bodentiefer Fenster die Natur- und Bergkulisse bewundern. Oder einfach im 20 Meter langen Outdoor-Pool eure Bahnen ziehen, mit Blick auf Weinberge und Kirche. So haben wir es all Day gemacht, da wir eine ziemliche Hitzewelle erwischt hatten (36 Grad Durchschnittstemperatur). Massagen und Kosmetikanwendungen mit Naturkosmetik von Susanne Kaufmann werden ebenfalls angeboten. Ziemlich cool: das Gym. Mein Mann war sehr angetan von den Geräten und Fitness-Props. Und es war so ziemlich der schönste Fitnessraum, den ich je in einem Hotel gesehen habe.

Von der Natur inspiriertes Design

Das Schwarzschmied wurde seit 2014 schrittweise modernisiert und erweitert. Helle Farben, viel Holz und minimalistisches Design kennzeichnen den Stil. Und wie sollte es anders in der Südtiroler Bergwelt sein, war in der Inneneinrichtung die Natur das Vorbild. Fast alle verwendeten Materialien stammen aus Südtirol: das für die Region typische Lärchen- und Fichten-Holz, Marmor aus dem Vinschgau oder Steinplatten aus dem Sarntal. Die Schafwollteppiche wurden in der Gegend handgewebt und einige der Möbel vom Meraner Innenarchitektur-Studio Biquadra für das Hotel entworfen und von einem einheimischen Tischler gebaut. Auch die abstrakte Wandkunst stammt aus Südtirol: vom Lananer Hannes Egger, dem Cousin des Hotelchefs. Guter Stil bleibt eben in der Familie. Die 68 Zimmer und Suiten mit großem Balkon sind lichtdurchflutet. Wir hatten ein großes Familienzimmer im ersten Stock mit Schiebetür und Blick auf den Pool.

Slow-Food-Küche direkt aus dem Südtiroler Bauerngarten

Das Schwarzschmied hat mit dem „La Fucina“ und „La Luce“ ein eigenes Restaurant und Bistro. Was auch der Grund war, weshalb wir das Hotel, bis auf unseren Shopping-Bummel durch Lana, nicht verlassen haben. Es war einfach so schön, die Zeit am Pool zu vertüdeln und abends nach dem Essen nur noch ins Bett zu fallen. Auf den Tisch kommen Obst, Gemüse und Kräuter direkt aus dem großen Garten. Überhaupt werden nur regionale Zutaten verwendet: Butter und Honig von Südtiroler Almen, Ziegenkäse vom Bio-Ziegenbauer im Ultental, Bio- und Fairtrade-Kaffee, der in Völs geröstet wird. Die Nudeln stammen aus der hauseigenen Pasta-Manufaktur. Für Veganer:innen gibt es ebenfalls eine große Auswahl. Neben den vielen lokalen Weinen steht hier natürlich auch der Südtiroler Signature-Drink auf der Karte: Hugo. Ewig nicht getrunken, aber so lecker!

Übrigens wurde während unseres Aufenthaltes eine Hochzeit im Hotel gefeiert. Wäre ich nicht schon verheiratet, ich würde es mir überlegen…

Aktivitäten rund ums Schwarzschmied in Südtirol

Ich gebe zu: Wir waren ganz schön faul. Wenn euch mehr der Sinn nach Action steht, seid ihr hier aber auch richtig. Ihr könnt Fahrräder leihen, Golfen zum Vorzugspreis, die umliegende Bergwelt auf themengeführten Wanderungen erkunden oder einen Abstecher nach Meran machen. Letzterer beschränkte sich bei uns aufgrund der Hitze auf eine Stunde, aber ist natürlich definitiv empfehlenswert. Auch in Bozen und am Kalterer See seid ihr in guten 30 Autominuten. Tipp: In Lana selbst ist im Juli und August an jedem Donnerstagabend „Langer Donnerstag“. Dann füllen sich die Straßen mit allerlei Bands und Essenständen, und die Geschäfte haben lange auf. Auch die Freilichtspiele im Kapuzinergarten müssen toll sein.

„Im besten Fall“, sagt Gastgeber Klaus Dissertori, „inspiriert ein Aufenthalt bei uns dazu, das eigene Leben noch besser und bewusster zu gestalten“. Oh ja, dem kann ich voll und ganz zustimmen. Und komme definitiv wieder.

Anreise

Wir haben tatsächlich die Anreise mit dem Auto aus Hamburg gewagt. Da wir zwei Übernachtungsstopps auf dem Weg eingelegt haben, hat es gut geklappt. Und wir haben daraus ein kleinen Roadtrip gemacht und unseren Urlaub noch mit einem weiteren Hotel in Südtirol verbunden sowie einem Abstecher an die Adria und auf dem Rückweg ins Salzburger Land. Wenn ihr mit der Bahn fahren wollt, steigt ihr an der Haltestellte Burgstall/Lana aus und werdet vom Hotel abgeholt. Die nächsten Flughäfen befinden sich in Innsbruck, Verona, Bergamo oder Mailand.

Preise

Die Zimmerpreise beginnen bei 105 Euro pro Person/Nacht mit Frühstück.

Fotos: Hotel Schwarzschmied / privat

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Anmerkung: Dieser Beitrag enthält Werbung. Zu den zwei Nächten hat uns das Hotel Schwarzschmied eingeladen. Meine Meinung über das Hotel ist meine persönliche und wurde dadurch nicht beeinflusst.

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